Soirée franco-allemande

Am Donnerstag, dem 21.09., fand im Rahmen des Frankreichaustauschs der DBS, der Schule „Marcel Pagnol“ (Vernouillet) und dem Collège „Albert Camus“ (Dreux) ein deutsch-französischer Abend statt, zu dem alle Gastschüler mit ihren Gastfamilien eingeladen waren. Um 18:30 Uhr ging es in der Aula der Schule los. Jeder brachte etwas (nach Möglichkeit typisch französisches oder deutsches) zu essen und trinken mit, sodass ein großes und vielfältig zusammengestelltes Buffet entstand.

Zu diesem besonderen Anlass war natürlich auch die Aula entsprechend gestaltet. Französische Fahnen, Karten und ein selbstgestaltetes Plakat vom letzten Austausch sorgten für ein angenehmes und französisch angehauchtes Ambiente. Außerdem war neben einigen Tischen und Stühlen, die zum gemütlichen Essen und Quatschen einluden, eine Tanzfläche eingerichtet worden, die später noch ausgiebig genutzt wurde. 

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Eröffnet wurde das Treffen vom Schulleiter Karl-Werner Reinbold, der zusammen mit einem der französischen Lehrer ein paar Worte zur Begrüßung sagte. Dann wurde das Buffet eröffnet. Die meisten bedienten sich und verteilten sich anschließend an die Tische.

Gespräche wurden begonnen, die Gesprächspartner immer mal wieder gewechselt, wodurch die unterschiedlichsten Themen entstanden. Die Gäste unterhielten sich mal hier, mal da und das ein oder andere Wort wurde auf Französisch gewechselt. Eine ruhige und fröhliche Atmosphäre machte sich breit. 

Bis Thomas Frankfurth auf der Bildfläche erschien und die Veranstaltung mit einem sehr gut gewählten Mix aus französischen Liedern und Songs aus den Charts aufmischte. Viele stürmten die Tanzfläche, um gemeinsam zu tanzen und ab und zu mitzusingen, ganz egal, welcher Song gerade lief. Zwischendurch hatten die beiden französischen Lehrer, Madame Latrubesse und Monsieur Berlucchi, Zeit für ein kurzes Interview:  

Interview mit Monsieur Berlucchi:

Wir: „Wissen Sie, wie lange es den Austausch zwischen den beiden Schulen schon gibt?“

Monsieur: „Der Austausch zwischen Felsberg und Vernouillet besteht seit über 30 Jahren.“

Wir: „Welches Programm ist dieses Jahr für die französischen Schüler geplant?“

Monsieur: „Dieses Mal machen wir einen Ausflug nach Gießen, in das Mathematikum. Außerdem werden wir in das Ruhrgebiet fahren und eine Zeche besuchen.“

Wir: „Ist es schon klar, was es für Programmpunkte geben wird, wenn die deutschen Schüler nach Frankreich kommen?“

Monsieur: „Noch steht nicht alles fest, aber sie werden eine Fahrt nach Paris machen und einen Ausflug in die Normandie.“

Wir: „Wie lange sind Sie schon an dem Austausch beteiligt?“

Monsieur: „Ich selbst mache schon seit 24 Jahren beim Austausch mit.“

Wir: „Wie gefällt Ihnen unsere Schule?“

Monsieur: „Ihr habt eine sehr schöne Schule und unsere Schüler fühlen sich hier immer sehr gut aufgehoben.“

Interview mit Madame Latrubesse:

Wir: „Wie oft haben Sie schon am Austausch teilgenommen?“

Madame: „Dieses Jahr nehme ich zum zehnten Mal am Austausch teil.“

Wir: „Was gibt es für Unterschiede zwischen unserer Schule und der Schule in Frankreich?“

Madame: „Die Schüler in Deutschland sind in ihrem Schulalltag viel freier. Wenn sie nach Frankreich kommen, denken sie, französische Schulen wären Gefängnisse. Außerdem müssen unsere Schüler beim Betreten der Schule Papiere vorweisen. So kann sichergestellt werden, dass keine Fremdlinge auf das Schulgelände gelangen.“

Wir: „Sind das die einzigen Differenzen?“

Madame: „Nein, es gibt noch mehr. Eine Schulstunde dauert bei uns ca. fünfundfünfzig Minuten, bei euch sind es nur fünfundvierzig Minuten. Zudem ist das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern bei euch viel entspannter. In Frankreich gibt es dort eine große Kluft, die normalerweise auch unüberbrückbar ist.“

Wir: „Wie gefällt Ihnen unsere Schule?“

Madame: „Sehr gut, vor allem das neue Lehrerzimmer. Außerdem ist eure Schule sehr gastfreundlich.“

Wir: „Wie lange sprechen Sie schon Deutsch?“

Madame: „Ich spreche seit meinem vierzehnten Lebensjahr Deutsch“ 

Alles in allem war es ein ausgelassener und sehr schöner Abend, der vielen noch lange im Gedächtnis bleiben dürfte. Neue Freundschaften wurden geschlossen und hier und da nutzten einige die Gelegenheit, um an ein wertvolles Erinnerungsfoto zu kommen. Ein gelungener Start in den Frankreichaustausch!  

Lucca Günther & Ariane Hahn

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